Was ist Google Gemini?

Google Gemini ist ein hochentwickeltes multimodales KI-Modell von Google, das Text, Bild, Audio, Video und Code verarbeiten und generieren kann. Als Nachfolger von Google Bard und direkter Konkurrent zu Systemen wie ChatGPT markiert der KI-Assistent Gemini einen bedeutenden Schritt in Googles KI-Strategie. Das seit Dezember 2023 verfügbare Modell kombiniert fortschrittliche Sprachverarbeitung mit der Fähigkeit, verschiedene Medienformate zu verstehen und zu analysieren – eine Eigenschaft, die es besonders für komplexe Anwendungen im digitalen Marketing und der Content-Erstellung qualifiziert.

Die multimodale Architektur ermöglicht es Gemini, Zusammenhänge zu erkennen, die über einzelne Datentypen hinausgehen. In der Praxis bedeutet dies, dass das Modell komplexe Aufgaben lösen kann, bei denen verschiedene Informationsquellen kombiniert werden müssen – eine Fähigkeit, die besonders für datengetriebene Marketing-Strategien und umfassende Content-Analysen relevant ist.

Google positioniert Gemini als flexibles Werkzeug: für Endnutzer in der Gemini-App bzw. im Web und für Entwickler über die Gemini API (u. a. via Google AI Studio) sowie über Vertex AI in der Google Cloud. Diese breite Verfügbarkeit macht das System zu einem wichtigen Faktor in der Landschaft der generativen KI-Tools.

Entwicklung und Geschichte von Google Gemini

Die Entwicklung von Google Gemini begann als Reaktion auf den Erfolg von ChatGPT und den zunehmenden Wettbewerb im Bereich der generativen KI. Im Februar 2023 stellte Google zunächst Bard vor, einen KI-Chatbot, der auf dem LaMDA-Modell basierte. Bard galt jedoch als technisch unterlegen gegenüber der Konkurrenz und erzielte nicht die gewünschte Marktdurchdringung.

Im Dezember 2023 kündigte Google CEO Sundar Pichai dann Gemini als völlige Neuentwicklung an. Das Projekt wurde von Google DeepMind geleitet, der Forschungseinheit, die aus der Fusion von Google Brain und DeepMind hervorgegangen war. Diese Zusammenlegung bündelte Googles gesamte KI-Expertise und ermöglichte die Entwicklung eines grundlegend neuen Modells.

Im Februar 2024 erfolgte die Umbenennung von Bard zu Gemini, was die strategische Neuausrichtung unterstreicht. Seitdem veröffentlicht Google kontinuierlich verbesserte Versionen und erweitert die Funktionalität des Assistenten. Die Entwicklung von Gemini zeigt Googles Bestreben, seine Position als führendes Technologieunternehmen auch im Bereich der generativen KI zu behaupten.

Gemini-Modelle

Google bietet Gemini in verschiedenen Varianten an, die für unterschiedliche Anwendungsszenarien und Leistungsanforderungen optimiert sind. Die Modellnamen haben sich seit 2023/2024 weiterentwickelt – Begriffe wie „Ultra/Pro/Nano“ beziehen sich historisch auf frühere Generationen (z. B. „Ultra 1.0“), während heute die Gemini-3- und Gemini-2.x-Linien im Vordergrund stehen.

Gemini 3 Pro ist Googles aktuell leistungsstärkstes General-Purpose-Modell für anspruchsvolle Aufgaben (Reasoning, komplexe Planung, Coding und Multimodalität). In Vertex AI wird u. a. ein Kontextfenster von bis zu 1 Mio. Tokens für Gemini 3 Pro dokumentiert (modell-/produktabhängig).

Gemini 3 Flash ist auf hohe Geschwindigkeit und Effizienz bei weiterhin starkem Qualitätsniveau ausgelegt (z. B. für latenzkritische Anwendungen). Für Entwickler existieren zusätzlich kosten- bzw. effizienzoptimierte Varianten (z. B. „Flash-Lite“ in der Gemini-2-Familie; abhängig von Generation und Verfügbarkeit).

Gemini Nano ist für On-Device-Einsätze auf Android konzipiert und läuft über Androids AICore-Systemdienst, um niedrige Latenz zu ermöglichen und Updates zu unterstützen (gerätespezifisch).

Neben klassischen „Text/Multimodal“-LLMs gibt es inzwischen auch Gemini-Modelle für Bildgenerierung und -bearbeitung (z. B. Gemini-Image-Varianten wie „Gemini 3 Pro Image / Nano Banana Pro“ in den jeweiligen Produkten/APIs).

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Technische Funktionsweise von Gemini

Gemini basiert auf einer Transformer-Architektur, die speziell für multimodale Verarbeitung entwickelt wurde. Im Gegensatz zu Systemen, die zunächst auf Textverarbeitung trainiert und später um andere Modalitäten erweitert wurden, ist Gemini von Beginn an darauf ausgelegt, verschiedene Datentypen nativ zu verarbeiten. Diese fundamentale Designentscheidung ermöglicht eine tiefere Integration zwischen den verschiedenen Modalitäten.

Das Training von Gemini erfolgte auf einem umfangreichen Datensatz, der Texte, Bild-, Audio- und Videomaterial sowie Code in verschiedenen Programmiersprachen umfasst. Google beschreibt für die Gemini-Entwicklung generell den Einsatz eigener TPU-Infrastruktur und großer Rechenressourcen; konkrete TPU-Versionsangaben sind je nach Generation/Quelle unterschiedlich und sollten nicht pauschal auf „TPU v4“ festgelegt werden.

Ein zentraler Aspekt der technischen Umsetzung ist das einheitliche Token-System, das alle Eingabetypen in eine gemeinsame Repräsentation überführt. Texte, Pixel, Audiowellen und andere Datenformate werden in abstrakte Token umgewandelt, die das Modell dann in einem gemeinsamen latenten Raum verarbeitet. Diese Architektur erlaubt es Gemini, Beziehungen zwischen verschiedenen Modalitäten zu erkennen und kontextübergreifend zu reasoning.

Google hat zudem Wert auf Effizienz gelegt, um die verschiedenen Modellgrößen zu ermöglichen. Durch Techniken wie Knowledge Distillation konnten kleinere Varianten erstellt werden, die einen Großteil der Leistungsfähigkeit der größeren Modelle behalten, aber mit deutlich weniger Rechenressourcen auskommen.

Kernfunktionen und Fähigkeiten

Google Gemini verfügt über ein breites Spektrum an Funktionen, die es für vielfältige Anwendungen qualifizieren:

Texterstellung und -verarbeitung gehören zu den Grundfähigkeiten des Systems. Gemini generiert Inhalte in verschiedenen Stilen und Formaten, von Blogartikeln über Produktbeschreibungen bis zu technischen Dokumentationen. Das Modell versteht Kontexte, folgt komplexen Anweisungen und passt Tonalität sowie Sprachniveau an die jeweiligen Anforderungen an. Die Fähigkeit zur Zusammenfassung langer Texte und zur Extraktion relevanter Informationen macht Gemini zu einem wertvollen Tool für Content-Analysen.

Bilderkennung und -analyse ermöglichen es Gemini, Visuelles zu interpretieren und zu beschreiben. Das System erkennt Objekte, Personen, Szenen und kann komplexe Bildinhalte in natürlicher Sprache erläutern. Besonders nützlich ist die Fähigkeit, Text in Bildern zu lesen und zu verarbeiten, etwa bei Screenshots, Infografiken oder handschriftlichen Notizen. Diese Funktion erleichtert die Analyse von visuellen Marketingmaterialien und die Optimierung bildbasierter Inhalte.

Code-Generierung und Programmierung zählen zu den fortgeschrittenen Fähigkeiten von Gemini. Das Modell versteht verschiedene Programmiersprachen, kann Code schreiben, debuggen und erklären. Entwickler nutzen Gemini für die Automatisierung wiederkehrender Programmieraufgaben, die Erstellung von Skripten oder die Lösung technischer Probleme. Die Fähigkeit, Code zu analysieren und Verbesserungsvorschläge zu machen, unterstützt auch weniger erfahrene Programmierer.

Videoanalyse stellt eine besondere Stärke der multimodalen Architektur dar. Gemini kann Videoinhalte analysieren, zentrale Szenen identifizieren und Zusammenfassungen erstellen. Diese Funktion ist relevant für die Auswertung von Videomaterial im Content-Marketing oder die Analyse von User-Generated Content auf Plattformen.

Bildgenerierung und -bearbeitung sind inzwischen direkt in der Gemini App verfügbar (je nach Land/Account) – inklusive „Create images“/Foto-Editing (u. a. über Nano Banana/Nano Banana Pro). Auch über Entwickler- und Cloud-Umgebungen (z. B. Vertex AI Studio) sind Bildmodelle auswählbar.

Videogenerierung ist (abhängig vom Abo/Produkt) ebenfalls Teil des Google-AI-Ökosystems – z. B. in der Gemini-App über Veo-basierte Funktionen in den Google-AI-Abos.

Mehrsprachigkeit ist tief in das Modell integriert. Gemini verarbeitet Anfragen in zahlreichen Sprachen und kann zwischen diesen übersetzen. Die Qualität der Übersetzungen profitiert vom kontextuellen Verständnis, das über einfache Wort-für-Wort-Übertragungen hinausgeht.

Reasoning-Fähigkeiten ermöglichen es Gemini, logische Schlussfolgerungen zu ziehen, komplexe Probleme schrittweise zu lösen und Zusammenhänge zu erkennen. Das Modell kann mathematische Aufgaben bearbeiten, wissenschaftliche Konzepte erklären und mehrstufige Argumentationen entwickeln. Diese analytischen Fähigkeiten machen Gemini zu mehr als einem reinen Content-Generator.

Einsatzbereiche und Anwendungsfälle von Google Gemini im Online Marketing

Im Online-Marketing eröffnet Google Gemini vielfältige Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung:

SEO-Optimierung profitiert von Geminis Fähigkeit zur semantischen Textanalyse. Das System identifiziert Keyword-Potenziale, analysiert Suchintentionen und schlägt Content-Optimierungen vor. Gemini kann bestehende Inhalte auf SEO-Relevanz prüfen, Meta-Beschreibungen generieren und strukturierte Daten erstellen. Die multimodale Verarbeitung ermöglicht zudem die Optimierung von Bildern und Videos für die Suche, indem relevante Alt-Tags und Beschreibungen erstellt werden.

Content-Erstellung lässt sich durch Gemini beschleunigen und skalieren. Marketing-Teams nutzen das System für die Ideenfindung, die Erstellung von Briefings und die Produktion erster Textentwürfe. Besonders wertvoll ist die Fähigkeit, verschiedene Content-Formate zu erstellen – von Social-Media-Posts über Blogartikel bis zu ausführlichen Whitepapers. Die multimodale Natur ermöglicht es, zu Bildern passende Texte zu generieren oder aus Textbriefings Ideen für visuelle Inhalte zu entwickeln.

SEA und Paid Advertising werden durch Geminis Textgenerierung unterstützt. Das System erstellt Anzeigentexte in verschiedenen Varianten, optimiert Headlines und beschreibt Produkte verkaufsfördernd. Die Analyse von Kampagnendaten hilft, Performance-Muster zu erkennen und Optimierungspotenziale zu identifizieren. Gemini kann zudem Zielgruppenbeschreibungen verfeinern und Personas entwickeln.

Analytics und Datenauswertung werden durch Geminis Reasoning-Fähigkeiten erleichtert. Das Modell interpretiert komplexe Datensätze, erstellt verständliche Zusammenfassungen und visualisiert Trends in natürlicher Sprache. Marketing-Professionals können Fragen zu ihren Daten in normaler Sprache stellen und erhalten strukturierte Antworten. Die Fähigkeit, Code zu generieren, ermöglicht auch die Automatisierung von Reporting-Prozessen.

Customer Journey Mapping und Personalisierung werden durch die analytischen Fähigkeiten unterstützt. Gemini kann Nutzerverhalten analysieren, Segmente identifizieren und personalisierte Content-Strategien vorschlagen. Die Verarbeitung verschiedener Datenquellen ermöglicht eine ganzheitliche Sicht auf Kundeninteraktionen.

Wettbewerbsanalyse lässt sich effizienter gestalten, indem Gemini Websites, Content-Strategien und Marketingmaterialien von Konkurrenten analysiert. Das System identifiziert Stärken und Schwächen und schlägt Differenzierungsstrategien vor.

Integration in Google-Produkte

Google hat Gemini systematisch in sein Produktportfolio integriert, was die praktische Nutzbarkeit für Marketing-Professionals erhöht:

Google Workspace bietet umfassende Gemini-Funktionen in Gmail, Docs, Sheets, Slides und Meet. In Gmail unterstützt Gemini beim Verfassen und Zusammenfassen von E-Mails. In Docs hilft es bei der Texterstellung und -überarbeitung, während es in Sheets Datenanalysen durchführt und Formeln generiert. Die Integration in Slides ermöglicht die automatische Erstellung von Präsentationen auf Basis von Textanweisungen.

Mit Google Vids existiert zudem ein KI-gestütztes Video-Tool im Workspace-Umfeld, in dem „Gemini in Vids“ u. a. Storyboards, Skripte und Voiceovers unterstützen kann (Verfügbarkeit je nach Konto/Abo).

Google Cloud Platform stellt Gemini über APIs für Entwickler bereit. Unternehmen können das Modell in eigene Anwendungen integrieren, Chatbots entwickeln oder spezialisierte Analysetools bauen. Zusätzlich zur Cloud-Nutzung ist die „Gemini API“ auch über Google AI Studio dokumentiert und wird parallel in Vertex AI angeboten (modell- und regionsabhängig).

Google Search integriert Gemini-Technologie, um erweiterte Suchergebnisse zu liefern. Die AI-Overviews nutzen das Modell, um komplexe Fragen direkt zu beantworten und Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenzufassen. Dies verändert die Art, wie Nutzer mit der Suchmaschine interagieren, und hat Auswirkungen auf SEO-Strategien.

Google Ads profitiert von Gemini-gestützten Funktionen zur Kampagnenoptimierung. Das System generiert Anzeigenvarianten, schlägt Keywords vor und unterstützt bei der Zielgruppendefinition. Die Integration erleichtert die Erstellung performanter Werbekampagnen.

Android-Geräte nutzen Gemini Nano für On-Device-Funktionen. Die KI unterstützt bei der Texteingabe, bietet intelligente Vorschläge und ermöglicht erweiterte Assistenzfunktionen ohne Internetverbindung. Für mobile Marketing-Anwendungen eröffnet dies neue Möglichkeiten der Personalisierung.

YouTube experimentiert mit Gemini-Funktionen für Content-Creators, etwa für die automatische Generierung von Videobeschreibungen oder die Analyse von Kommentaren. Diese Integration könnte Video-Marketing deutlich effizienter gestalten.

Datenschutz und rechtliche Aspekte

Der Einsatz von Google Gemini wirft relevante Datenschutz- und Rechtsfragen auf, die Marketing-Professionals beachten sollten. Google verarbeitet Nutzereingaben zur Verbesserung seiner Dienste, was bedeutet, dass Konversationen mit Gemini grundsätzlich von menschlichen Reviewern eingesehen werden können. Unternehmen sollten daher vermeiden, sensible oder vertrauliche Informationen in Anfragen einzufügen.

Im Kontext der DSGVO gelten die üblichen Google-Datenschutzrichtlinien. Nutzer haben das Recht, ihre Aktivitätsdaten einzusehen und zu löschen. Die Speicherdauer von Konversationen lassen sich in den Kontoeinstellungen verwalten. Für den Einsatz in europäischen Unternehmen empfiehlt sich die Prüfung, ob Standardvertragsklauseln oder andere Rechtsgrundlagen für die Datenübermittlung erforderlich sind.

Urheberrechtliche Fragen betreffen insbesondere die von Gemini generierten Inhalte. Nach aktueller Rechtslage in den meisten Jurisdiktionen können rein KI-generierte Werke keinen Urheberrechtsschutz genießen. Unternehmen sollten daher prüfen, ob und wie sie generierte Inhalte nachbearbeiten, um Schutzrechte zu begründen. Zudem besteht das Risiko, dass Gemini urheberrechtlich geschützte Textpassagen reproduziert, was zu Haftungsfragen führen kann.

Die Transparenz- und Kennzeichnungspflichten entwickeln sich weiter – insbesondere in der EU durch den AI Act. Laut EU-Kommission ist der AI Act seit 1. August 2024 in Kraft; zentrale Teile werden gestaffelt anwendbar, u. a. gelten Pflichten für General-Purpose-AI-Modelle seit 2. August 2025, und die Transparenzpflichten nach Art. 50 (u. a. zu KI-generierten/manipulierten Inhalten wie Deepfakes) werden am 2. August 2026 anwendbar. Für Marketing und Werbung bedeutet das: Prozesse zur Kennzeichnung/Transparenz sollten spätestens bis 2026 belastbar aufgesetzt sein (abhängig von Use Case, Medium und Rechtsberatung).

Für die Nutzung über die Google Cloud Platform gelten zusätzliche Vertragsbedingungen, die den Datenschutz und die Verantwortlichkeiten genauer regeln. Enterprise-Kunden können teilweise spezifische Vereinbarungen treffen, etwa zur Datenlokalität oder zur Nichtverwertung von Eingabedaten für Trainingszwecke.

Vorteile von Gemini

Gemini bietet vor allem durch die tiefe Integration ins Google-Ökosystem (z. B. Workspace, Search) und aktuelle, leistungsfähige Modellvarianten klare Vorteile für Produktivität und skalierbare KI-Anwendungen:

  • Multimodale Integration: Die native Verarbeitung verschiedener Datentypen ermöglicht komplexe Analysen und vielseitige Anwendungen, die über reine Textverarbeitung hinausgehen
  • Nahtlose Google-Ökosystem-Integration: Die Verfügbarkeit in Workspace, Search, Ads und anderen Google-Diensten erleichtert die praktische Nutzung für Anwender, die bereits Google-Produkte und -Apps verwenden
  • Verschiedene Leistungsklassen: Die Verfügbarkeit von Ultra, Pro und Nano ermöglicht den passgenauen Einsatz für unterschiedliche Anforderungen und Budgets
  • Aktuelle Informationen: Durch die Integration mit Google Search kann Gemini auf aktuelle Informationen zugreifen, was bei zeitkritischen Marketing-Anfragen von Vorteil ist
  • Bild- und (je nach Abo) Videogenerierung: Gemini kann inzwischen nicht nur analysieren, sondern auch Bilder erzeugen und bearbeiten; Video-Generierung ist über Google-AI-Abos/Tools möglich
  • Code-Fähigkeiten: Die starke Performance bei Programmieraufgaben unterstützt technische SEO-Analysen und die Automatisierung von Marketing-Prozessen
  • Mobile Verfügbarkeit: Gemini Nano ermöglicht KI-Funktionen direkt auf dem Smartphone oder Tablet ohne Internetverbindung

Nachteile von Gemini

Den Vorteilen stehen Datenschutz- und Compliance-Fragen (u. a. Umgang mit Chat-Daten) sowie Kosten- und Abhängigkeitsrisiken durch Premium-Abos und Plattformbindung gegenüber:

  • Datenschutzbedenken: Die umfassende Datenverarbeitung durch Google und die mögliche Einsichtnahme durch Reviewer können für datenschutzsensible Unternehmen problematisch sein
  • Eingeschränkte Kontrolle: Im Vergleich zu selbst gehosteten oder stärker anpassbaren Lösungen bietet Gemini weniger Möglichkeiten für Customization und Fine-Tuning
  • Abhängigkeit vom Google-Ökosystem: Die tiefe Integration kann zu einer Vendor-Lock-in-Situation führen, die den späteren Wechsel zu alternativen Lösungen erschwert
  • Qualitätsschwankungen: Wie bei anderen KI-Modellen können die Ergebnisse inkonsistent sein und erfordern menschliche Qualitätskontrolle
  • Kosten für Premium-Funktionen: Premium-Zugänge laufen inzwischen über „Google AI“-Abos (z. B. AI Plus/Pro/Ultra), die je nach Region unterschiedliche Preise und Limits haben
  • Halluzinationen: Das Modell kann fehlerhafte oder erfundene Informationen mit Überzeugung präsentieren, was besonders bei faktischem Inhalt kritisch ist
  • Regionale Verfügbarkeit: Nicht alle Funktionen sind in allen Ländern verfügbar, was internationale Marketing-Teams einschränken kann

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Google Gemini

Ja. Es gibt eine kostenlose Nutzung der Gemini App/Web. Darüber hinaus bietet Google kostenpflichtige „Google AI“-Abos (z. B. AI Plus, AI Pro, AI Ultra), die höhere Limits und zusätzliche Funktionen freischalten (u. a. mehr Zugriff auf Gemini-3-Modelle, Deep Research sowie – je nach Abo – erweiterte Media-Funktionen). Die konkret verfügbaren Features und Preise sind regional unterschiedlich und werden auf den jeweiligen Google-One/Google-AI-Abo-Seiten gepflegt.

Der wesentliche Unterschied liegt in der multimodalen Architektur von Gemini, das von Grund auf für die Verarbeitung verschiedener Datentypen entwickelt wurde, während ChatGPT primär auf Textverarbeitung fokussiert ist. Gemini ist tief in das Google-Ökosystem integriert und kann direkt auf Google Search zugreifen, was aktuelle Informationen ermöglicht. ChatGPT bietet hingegen eine ausgefeiltere Konversationserfahrung und ist durch Plugins erweiterbar. Die Leistungsunterschiede variieren je nach Aufgabe – während Gemini bei multimodalen Anfragen und Code-Generierung oft stärker ist, punktet ChatGPT bei kreativen Schreibaufgaben und natürlichem Dialog.

Ja. In der Gemini App ist KI-Bildgenerierung und -bearbeitung verfügbar (z. B. über „Nano Banana“/„Nano Banana Pro“). Auch in Entwickler-/Cloud-Setups (z. B. Vertex AI) können passende Bildmodelle ausgewählt werden. Zusätzlich existieren bei Google eigenständige Bildmodell-Linien wie Imagen, die in Produkten integriert sein können.

Die Zuverlässigkeit von Gemini variiert je nach Themengebiet und Aktualität der Informationen. Bei faktischen Fragen zu etabliertem Wissen liefert das Modell in der Regel präzise Antworten. Allerdings neigt Gemini wie andere KI-Systeme zu „Halluzinationen“ – das Modell kann überzeugend klingende, aber falsche Informationen präsentieren. Besonders bei spezialisierten Fachthemen, aktuellen Ereignissen oder bei Anfragen, die präzise Daten erfordern, sollten die Ausgaben kritisch geprüft und durch zusätzliche Quellen verifiziert werden. Die Integration mit Google Search verbessert die Aktualität, ersetzt aber nicht die notwendige menschliche Qualitätskontrolle, insbesondere bei geschäftskritischen Themen.

Google Gemini unterstützt über 40 Sprachen, darunter alle wichtigen europäischen Sprachen wie Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch sowie asiatische Sprachen wie Chinesisch, Japanisch und Koreanisch. Die Qualität der Ausgaben variiert allerdings nach Sprache – Englisch bietet in der Regel die beste Performance, da der Großteil der Trainingsdaten englischsprachig ist. Für professionelle Marketing-Anwendungen in anderen Sprachen empfiehlt sich eine sorgfältige Prüfung der Ergebnisse auf sprachliche Nuancen und kulturelle Angemessenheit. Gemini kann auch zwischen Sprachen übersetzen und mehrsprachige Anfragen verarbeiten, was für internationale Marketing-Teams nützlich ist.

Ja, über die Google Cloud Platform können Entwickler Gemini mittels API in eigene Anwendungen, Websites oder interne Tools integrieren. Google stellt verschiedene Modellvarianten zur Verfügung, die je nach Anforderung ausgewählt werden können. Die Integration erfordert technische Kenntnisse in der API-Programmierung und setzt ein Google Cloud-Konto voraus. Die Nutzung wird nach einem Pay-per-Use-Modell abgerechnet, wobei die Kosten von der Anzahl der verarbeiteten Tokens abhängen. Für Unternehmenskunden bietet Google zusätzliche Support-Optionen und erweiterte Anpassungsmöglichkeiten über Vertex AI an.

Ja, Google speichert standardmäßig Konversationen mit Gemini für einen Zeitraum von bis zu 18 Monaten. Diese Daten können von menschlichen Reviewern eingesehen werden, um das System zu verbessern und Missbrauch zu verhindern. Nutzer haben jedoch die Möglichkeit, die automatische Speicherung in den Einstellungen zu deaktivieren oder die Aufbewahrungsdauer auf 3 oder 36 Monate zu ändern. Bereits gespeicherte Konversationen können manuell gelöscht werden. Bei ausgeschalteter Speicherung werden Gespräche nach Beendigung der Session nicht dauerhaft aufbewahrt, allerdings bleiben sie temporär für technische Verarbeitungszwecke gespeichert. Für datenschutzsensible Anwendungen sollten Unternehmen diese Einstellungen sorgfältig konfigurieren.

Google Gemini eignet sich gut als Hilfe bei der Content-Erstellung, sollte jedoch nicht vollständig autonom eingesetzt werden. Das System kann effizient erste Entwürfe erstellen, Ideenfindung helfen und Texte strukturieren. Die Ausgaben benötigen aber stets menschliche Überarbeitung, um Markenstimme, Zielgruppenansprache und faktische Korrektheit sicherzustellen. Für SEO-optimierte Inhalte sollten die Texte zusätzlich auf Keyword-Integration und Suchintention geprüft werden. Gemini funktioniert am besten als Unterstützung innerhalb eines redaktionellen Workflows, in dem es repetitive Aktivitäten übernimmt und Content-Teams mehr Zeit für strategische und kreative Aspekte gibt. Vollautomatische Publikation ohne Review ist nicht empfehlenswert.

Der Premium-Zugang läuft heute über „Google AI“-Abos (z. B. AI Pro / AI Ultra). In Deutschland listet Google aktuell u. a. AI Plus (7,99 €/Monat), AI Pro (21,99 €/Monat) und AI Ultra (274,99 €/Monat) – jeweils mit unterschiedlichen Speicher-/Feature-Umfängen. Da Preise/Leistungsumfang regional variieren und sich ändern können, sollte immer die aktuelle Abo-Seite als Referenz genutzt werden.

Standardmäßig hat Google Gemini keinen Zugriff auf interne Unternehmensdaten oder geschlossene Systeme. Das Modell arbeitet nur mit den Informationen, die Nutzer aktiv in die Konversation einbringen. Für Google Workspace-Nutzer kann Gemini jedoch auf freigegebene Dokumente, E-Mails und andere Workspace-Inhalte zugreifen, sofern die entsprechenden Berechtigungen erteilt wurden. Über die Google Cloud Platform können Unternehmen zudem eigene Datenquellen anbinden und Gemini für die Analyse interner Daten konfigurieren. Dabei gelten die vereinbarten Datenschutz- und Sicherheitsstandards. Für hochsensible Unternehmensdaten sollten die Datenzugriffrechte und Speicherrichtlinien sorgfältig geprüft und konfiguriert werden.

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