Was ist Affiliate Fraud?

 

Fraud bedeutet im deutschen „Betrug“. Beim Affiliate Fraud handelt es sich um einen Betrug im Affiliate Marketing.

 

Wer begeht Affiliate Fraud?

In erster Linie denkt man bei Affiliate Fraud an die Publisher, welche mit Brandbidding, Fake-Leads, & Co. Ihre Affiliate Provision steigern wollen. Auch der Advertiser oder das Affiliate Netzwerk können Betrug begehen, was jedoch die Ausnahme von der Regel ist.

Die meisten Betrugsmaschen von Affiliate-Betrügern sind bekannt. Daher kann sich der Advertiser auch davor schützen, indem Sie nachvollziehen wie die Betrugsmaschen funktionieren.

 

#1 Affiliate Fraud: Ad Hijacking & Brandbidding

Unter Brandbidding versteht man die Schaltung von Werbung für Marken- oder Unternehmensnamen. Klickt der Nutzer auf die Werbung, kommt er über einen Affiliate Link zu der Marke oder dem Unternehmen. In einer extremen Form spricht man über Ad Hijacking. Beim Ad Hijacking gibt der Betrüger in der Anzeige vor, er sei die Marke oder das Unternehmen auf dessen Name Werbung geschaltet wird.

Es lohnt sich also Markennamen bei Google zu schützen und ein Auge auf die Anzeigen um einen herum zu haben.

 

#2 Affiliate Fraud: Cookie Dropping, Cookie Stuffing & Cookie Spreading

Wenn ein User auf eine Website geht und dort einen Affiliate Link anklickt, wird auf seinem Browser ein Cookie gesetzt. Wenn er nun etwas im Onlineshop kauf, kann dem Affiliate anhand, des Cookies seine Provision zugeschrieben werden. Dabei werten viele Onlineshops immer den Affiliate, dessen Cookie als letztes gesetzt wurde „Last Cookie Wins“.

Beim Cookie Dropping, wird der Cookie bereits beim öffnen einer Website gesetzt. Oft werden hierfür iframes in den Quellcode einer großen Seite eingebaut. Der Affiliate-Advertiser ist in den meisten Fällen auch sehr groß um sicher zu stellen, dass einige Kunden eine Conversion generieren.

 

#4 Affiliate Fraud: Fake-Transaktionen & Fake-Leads

Bei Fake-Transaktionen wird oft mit gekauften illegalen Kreditkartendaten gearbeitet um eine Vielzahl an Transaktionen zu erzeugen für die, der Publisher eine Provision bekommt. Natürlich fallen die falschen Transaktionen im Nachhinein auf, jedoch hat der Advertiser zu diesem Zeitpunkt im schlechtesten Falle, schon die Provision an den Betrüger überwiesen.
Bei Fake-Leads werden Anmeldungen die Vergütet werden (Cost-per-Lead) unter erfundenen oder gekauften Anmeldedaten abgeschlossen. Der Betrüger lässt sich pro Anmeldung auszahlen und hofft darauf, dass der Advertiser die Kundendaten spät oder gar nicht prüft.

 

#6 Affiliate Fraud: Affiliate Hopping

Wer als Advertiser Provisonen über verschiedene Affiliate Netzwerke (z.B. Zanox, Affilinet) anbietet, kann Opfer von Affiliate Hopping werden. Der Betrüger registriert sich auf allen Affiliate Netzwerken, die das Affiliateprogramm von dem Advertiser im Programm haben. Dann nutzt er die Werbemaßnahmen vom Affiliate Programm. Doch anstatt nur ein Cookie zu setzen, setzt der Betrüger Cookies von allen Affiliate Netzwerken. Kauf der Kunde nun etwas, bekommt der Betrüger von allen Netzwerken eine Provision (soweit die Conversions nicht geprüft werden).