Was bedeutet Linkbuilding?

Als Linkbuilding (im Englischen eigentlich auseinandergeschrieben, „link building“) oder auf Deutsch Linkaufbau bezeichnet man die bewusste Arbeit zur Generierung oder Vermehrung externer Links auf die eigene Seite, den sogenannten Backlinks. Man versucht zu bewirken, dass mehr Webseiten im World Wide Web auf die eigene Site verlinken. Dies bringt zum einen mehr Besucher, zum anderen ist die dadurch bewirkte Linkpopularität ein wichtiger Rankingfaktor bei Suchmaschinen.

Linkbuilding ist eine SEO-Maßnahme, die zur Off-Page-Optimierung zählt, also außerhalb der Website stattfindet. Im Gegensatz dazu werden die meisten Optimierungsmaßnahmen on-page (auch on-site) durchgeführt, beschäftigen sich also mit dem, was der Webseitenbetreiber oder seine Agentur an technischen oder inhaltlichen Verbesserungen selbst vornehmen können.

Das Zusammenwirken aller vorhandenen Verweise auf eine Webseite nennt man deren Linkprofil. Hier spielen Vertrauenswürdigkeit und Renommee der verlinkenden Seiten eine Rolle. Ein weiterer Indikator ist das Verhältnis von Follow Links (die Mehrzahl – diese Links dürfen von Suchmaschinen verfolgt werden) zu NoFollow Links (wenige). Am Linkprofil lässt sich oft erkennen, ob die Links auf „natürlichem“ Wege entstanden sind.

 

Was bringen viele Links meiner Seite?

Externe Links auf die eigene Seite sind ein Gradmesser für die Autorität und Linkpopularität einer Webseite. Je mehr Links vorhanden sind, umso anerkannter und populärer ist die Seite. Backlinks sind auch deswegen ein guter Gradmesser, weil sie nicht unmittelbar zu beeinflussen sind und somit als neutraler gelten können.

Der von Google Ende der 90er Jahre eingeführte PageRank diente dazu, die Linkpopularität einer Seite zu messen: Eine Seite mit vielen Backlinks hat einen höheren Wert als eine Seite mit wenigen. Links von einer solchen hochwertigen Seite bekommen aber wiederum einen höheren Wert zugewiesen als Links einer wenig verlinkten Seite. Auch wenn Google den PageRank (zumindest nach außen hin) nicht mehr benutzt, so ist das Grundprinzip doch weiterhin gültig.

Daneben gibt es den natürlichen Nutzen, dass viel Links und hohe Bekanntheit auch viele Besucher bedeuten. Und das ist etwas, was eigentlich alle Webseiten anstreben: Möglichst viele Menschen zu erreichen.

 

Wie funktioniert Linkbuilding?

Backlinks aufbauen ist oft eine langfristige Aufgabe, bei der man das Ziel eher indirekt erreicht: Ist der angebotene Inhalt qualitativ gut, für die Zielgruppe relevant, eigenständig, originell und maßgeblich? Dann hat man gute Chancen, dass andere Webseiten sich auf die eigene beziehen und durch Verlinkungen mithelfen, sie zu verbreiten.

Daneben gibt es konkrete Maßnahmen für den Linkaufbau, die auch eher kleine Schritte bedeuten. Über Kontaktpflege innerhalb des eigenen Interessengebietes oder zu Blogs, Vereinen und Redaktionen kann man die Veröffentlichung von Artikeln mit Bezug zum eigenen Thema initiieren. Diese Artikel können dann als Quelle oder für weiterführende Informationen zur eigenen Website referenziert werden. Hier gilt in der Regel, dass eine thematisch verwandte Seite besser geeignet ist, die eigene Seite aufzuwerten.

Beliebt ist auch der Linktausch zwischen verwandten oder „befreundeten“ Seiten. Google versucht allerdings, gegenseitige Links von der Bewertung auszuschließen. Links in Kommentaren sind in der Regel ebenfalls nicht von großem Nutzen, weil sie das NoFollow Attribut enthalten – Suchmaschinen haben die Anweisung, diesen Links nicht zu folgen und sie nicht auszuwerten.

Mittlerweile kaum noch gebräuchliche Praktiken des Linkbuilding sind Link Farm und Linkverzeichnis. Als Link Farm bezeichnet man einen Kreis von Webseiten, die untereinander verlinkt sind – und dies ausschließlich zum Zwecke der Linkpopularität. Ein Linkverzeichnis (oder Directory) hat oft ebenfalls nur den Zweck, möglichst viele Links bereitzustellen. Es gibt zwar sinnvolle Beispiele für Verzeichnisse (wie z.B. das Branchenbuch), da dies aber als Methode in Verruf geraten ist, sollte man hiervon ablassen.

 

Kann Linkbuilding meiner Seite schaden?

Was gutes und legitimes Linkbuilding von schlechtem und unzulässigem unterscheidet ist oft lediglich die dahinterliegende Absicht. Google und andere Suchmaschinen versuchen aber genau dies: die Absichten ihrer menschlichen Nutzer immer besser zu erkennen.

So gibt Google selbst als Definition eines schlechten Backlinks an, als Teil eines „link scheme“ (also einer planmäßigen und großflächige Linkbuilding-Methode) könne jeder Link gelten, der darauf angelegt ist, die Suchergebnisse zu manipulieren. Googles Penguin Update von 2014 hatte vor allem den Zweck, solche Praktiken zu erkennen und zu unterbinden. Auch weiterhin wird Google einen Großteil seiner Anstrengungen darauf verwenden, Manipulationen zu erkennen und „natürliche“ von „unnatürlichen“ Strukturen zu unterscheiden.

Am ehesten lohnt es sich also, in hochwertige und relevante Inhalte zu investieren. Daneben ist es immer sinnvoll, die neuesten Entwicklungen bei Google und anderen Suchmaschinen zu beobachten – allein schon, um zu wissen, dass man auf der sicheren Seite ist.