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Content Strategy Forum 2014 in Dieburg – Recap

 

Zwei vollgepackte Tage BarCamp sind vorüber und viele Eindrücke, Ideen sowie interessante Ansätze gilt es zu verarbeiten. In Dieburg bei Darmstadt versammelten sich Interessierte aus allen Bereichen der Medienwelt, um sich auszutauschen und auf dem Content Strategy Forum 2014 zu diskutieren sowie Erfahrungen auszutauschen. Die Teilnahme als Neuling im Bereich Content Marketing war mit Sicherheit eine große Herausforderung und zwischen den zahlreichen Veteranen der Branche Gedankenzüge nachzuvollziehen kein leichtes Unterfangen. Mein persönliches Ziel war Wissen über Content Marketing zu erlangen und Anregungen für relevante Themen für den Umfang einer Bachelorarbeit zu extrahieren. Unter #cosca14 wurde über den gesamten Zeitraum fleißig getwittert und hier kann man sich noch jetzt einen Überblick über alle Themen verschaffen.

Tag 1Content Strategy Forum 2014 - Dieburg (3)

Tag 2

 

Tag 1

Wie verkaufe ich meinem Kunden eine Content Strategy?

ProgrammCosca14Die erste Session beschäftigte sich mit dem richtigen Umgang mit Kunden, die Interesse an einer Content Strategie haben. Dabei stellt sich immer häufiger die Frage, was überhaupt eine Content Strategie ist und wie man diese überzeugend verkauft. „Wie verkaufe ich meinem Kunden eine Content Strategie?“ – hierzu gehört in jedem Fall die Fähigkeit sich in den Klienten hineinzuversetzen. Denn ohne ein gewisses Maß an Verständnis für die Problematik des Kunden, nämlich seinen Content oder sein Produkt an den Verbraucher zu bringen, scheitert das ganze Unterfangen relativ zügig. In der ersten Session des BarCamps wurden viele gute Anmerkungen gemacht, wobei sich alle Teilnehmer einig darin waren, dass es das Erfolgskonzept für jeden Kunden im Allgemeinen aktuell nicht gibt. Jeder Kunde ist besonders und benötigt ein ganz eigenes Konzept. Genau hierin besteht die Schwierigkeit eine maßgeschneiderte Content Strategie für den Kunden oder ein Unternehmen zu entwickeln. Womöglich könnte dieses Problem an der noch nicht vorhandenen einheitlichen Definition von Content Strategie liegen, die bisher noch viele verschiedene Ansätze verschiedener Fachleute umfasst. Die erarbeiteten Hilfestellungen des BarCamps sollte man dennoch beachten:

1. Dem Kunden Fragen stellen.
2. Einen Workshop anbieten, um zum Content-Thema hinzuführen. Denn der Kunde erkennt womöglich nicht, wie entscheidend eine Content Strategie für ihn sein kann.
3. Dem Kunden die Bedürfnisse seiner Verbraucher aufzeigen: Was wollen sie beispielsweise über das Produkt wissen, welche Information könnte kaufentscheidend sein?
4. Gegebenenfalls über einen Konkurrenten den Bezug zur Relevanz darstellen: Wieso funktioniert es bei Unternehmen X und bei „uns“ (Unternehmen Y) nicht!?

Weitere klassische Faktoren sind natürlich:

Wie groß ist der Kunde?
Welches Budget steht zur Verfügung?
Welche Tonalität wird verwendet?
Wer sind meine Personas – meine Fokusgruppe?
=> Wen möchte ich überhaupt erreichen?

Strategisches Content Marketing – Mirko Lange

Content Strategy Forum 2014 - Dieburg (4)Um in der gewaltigen Welt des Contents den Überblick zu behalten, hat Mirko Lange sich an die Erstellung eines Tools gesetzt. Im Rahmen der #cosca14 hat er „Scompler“ zu Verwaltung im Content Marketing-Bereich vorgestellt. Die Idee dahinter war ein Tool zu erstellen, das dabei hilft eine Content Strategie zu definieren, Themen zu bewerten und zu inszenieren, Beiträge zu produzieren und diese über oder mit Hilfe von „Scompler“ zu veröffentlichen.

Content Strategy Forum 2014 - Dieburg (5)Neben diesen Punkten soll „Scompler“ zusätzlich dabei helfen Beiträge zu promoten, die Performance zu analysieren sowie die Möglichkeit schaffen etwas zu lernen und die Strategie anzupassen. Ein gewaltiges Vorhaben, aber mit diesem Tool soll es möglich sein, dass der Content des Kunden strategischer und besser wird. Ein weiterer Kniff: das Tool vereinfacht vieles, wo heute Excel-Listen und andere Werkzeuge zu Hilfe genommen werden. Hier springt das Tool ein und verknüpft so Funktionen, wo es beispielsweise bisher fünf verschiedene Programme gebraucht hat. Aktuell befindet sich „Scompler“ noch in der Betaphase und wird von Leuten aus der Branche auf Herz und Nieren getestet. Zudem arbeitet Mirko stetig an weiteren Verbesserungen, die das Leben im Alltag weiter erleichtern sollen.

Wer sich für das Tool näher interessiert findet mehr Informationen auf Mirkos Blog „Talkabout„.

Tag 2

Das Content Strategy Forum 2014 in Dieburg

Im Vortrag von David Peter, der sich ausführlich bereits am ersten Tag mit einer Gruppe von BarCamplern mit Youtube und der Macht von Bewegtbildern beschäftigt hatte, wurden in dieser Anschluss-Session einige interessante Beispielvideos mitgebracht. Diese sollten veranschaulichen, welchen Einfluss unterschiedliche Video Designs und deren Nutzen auf das Image eines Produkts oder Unternehmens haben können. So besteht die Möglichkeit aus einem absolut langweiligen Thema, wie zum Beispiel einem Mixer, einen absoluten Youtube-Hit zu machen. Da ist es nicht verwunderlich, dass große Youtuber mit einer breiten Fangemeinde mittlerweile mehr Menschen erreichen als die ein oder andere Fernsehsendung.

Immer häufiger werden Youtuber oder Youtube-Videos im Allgemeinen genutzt, um eine breite Masse anzusprechen, ob als Ankündigungsvideo für eine Veranstaltung, ein Produkt oder um ein Produkt zusätzlich zu promoten. Was in der Gaming-Szene schon alltäglich ist, schwappt immer häufiger auch in andere Bereiche über und so findet man allerhand skurrile Videos zu Mixern, Perücken, Staubsaugern und vielen anderen Produkten, die sonst vermutlich nur eine geringe Aufmerksamkeit erreichen würden.

Jedoch sind Youtube-Videos auch mit besonderer Vorsicht zu genießen! Der falsche Einsatz oder die zu offensichtlich gekaufte Darstellung eines Films kann einem Unternehmen nicht nur einen gewaltigen Shitstorm bescheren, sondern auch an der Glaubwürdigkeit der Firma kratzen.

Seit dem Boom um Gronhk, Pietsmiet, Sarazar und Co. kämpfen die sogenannten „Let´s Player“ gegen den Vorwurf an von den Publishern und den Videospiele-Konzernen bezahlt zu werden, um ihre Spiele in einem besonders gutes Licht darzustellen. Leider lässt sich nicht leugnen, dass die Verkaufszahlen Bewegungen aufzeigen, wenn besonders bekannte Youtuber bestimmte Spiele vorab gespielt haben. Daher lässt sich festhalten, dass Youtube-Videos ein zweischneidiges Schwert sind und es bleibt eine Sache für sich dieses Format für sich und sein Unternehmen zu nutzen.

Content Strategy WTF?/FTW?

Content Strategy Forum 2014 - Dieburg (3)Das gefühlte Hauptthema dieses Content Strategy Forums wurde von Sascha Stoltenow zum Abschluss behandelt. Die Leitfragen waren:

Warum Strategie?
Was produziert Inhalte?
Was sollen Inhalte bewirken?
Was hat sich verändert?
Was macht Content Strategie zur Disziplin? Und wer produziert überhaupt Inhalte?

Viele Fragen und noch bedeutend mehr Antworten wurden gegeben, aus denen sich neue Fragen eröffneten. Die Kernessenz ist jedoch, dass es derzeit keine allgemein gültige Definition von Content Strategie gibt. Wir brauchen demnach nicht nur EINE Strategie, sondern mehrere bzw. für jeden Kunden eine maßgeschneiderte. Es kann sein, dass es überschneidende Punkte gibt, aber jeder Content Stratege hat seine eigene Definition für den Erfolg seines Konzepts. Im Whiteboard des Orga-Teams wurden alle relevanten Punkte notiert und können unter folgendem Link eingesehen werden. Das Thema Content Strategie ist ein aller Ansicht nach weitaus komplexeres Thema und lässt sich nicht in einer dreiviertel Stunde samt Methoden und effizienter Prozesse erklären.

Fazit zum Content Strategy Forum 2014 in Dieburg

Content Strategy Forum 2014 - Dieburg (2)

Für meinen ersten Besuch auf einem BarCamp war ich über die Bereitschaft der Teilnehmer selbst eine Session anzubieten positiv überrascht wie auch erstaunt, da wir für viele Themen sowie deren Komplexität deutlich mehr Zeit gebraucht hätten. Allerdings war die Mischung aus alten und erfahrenen BarCamp-Teilnehmern für mich etwas überfordernd, denn bei vielen Diskussionen ergaben sich relativ zügig kontroverse Unterhaltungen zwischen zwei oder drei Teilnehmern, die einen gewaltigen Redebedarf vorlegten, dem das BarCamp nur schwer gerecht werden konnte.

Hier hat mir ein helfender Moderator gefehlt, der eingreift, wenn sich Themen oder Diskussionen festgefahren haben und nur noch zwei Parteien damit beschäftigt waren einen Lösungsansatz für ein Problem mit ihrem Kunden zu behandeln. Grundsätzlich spricht gegen ein gesundes Verhältnis zwischen „ich hole mir Rat bei anderen“ und „ich diskutiere ein Fachthema objektiv“ nichts, jedoch schwankten hier einige Teilnehmer zu sehr in Richtung ihres eigenen Problem-Universums. So kann ich nur empfehlen, wenn man nicht bereits einige Jahre in der Branche tätig ist oder sich einige Wochen mit ausreichend Literatur beschäftigt hat, nicht zu viel von einem BarCamp zu erwarten.

Es ist ein gehobener Wissensaustausch, der nicht immer gelingt, aber es ist mit ziemlicher Sicherheit eine Erfahrung wert, die ich jedem ans Herz legen kann. Meine Hoffnung ist, dass ich so viel mitnehmen konnte, dass ich nächstes Mal vielleicht selbst eine Session anbieten kann und es mir möglich ist, mich aktiv an Diskussionen zu beteiligen. Darüber hinaus kann und sollte man solche Veranstaltungen immer nutzen, um mit anderen Personen in Kontakt zu kommen, denen man sonst eher selten über den Weg laufen würde. Ich habe viele tolle Ansätze und Informationen für meine Bachelorarbeit mitgenommen und bin zuversichtlich, dass ich nächstes Jahr schon als Experte zu diesem Thema den ein oder anderen Beitrag von mir geben kann.

Wenn Sie weitere Fragen haben oder mehr Informationen benötigen, nehmen Sie direkt Kontakt mit mir auf: fg@takevalue.de

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