Was sind SEO Tools?

Im SEO-Bereich gibt es viele Werkzeuge und Programme – im Internet Jargon spricht man natürlich von Tools – um die Arbeit zu erleichtern und eine Datengrundlage fürs Optimieren zu liefern. Die Bandbreite reicht von der Analyse der Besucherzahlen bis zu diversen Teilbereichen wie Keyword-Recherche oder Backlink Check (die Prüfung, welche anderen Seiten zur eigenen Website verlinken). Es gibt große, kostenpflichtige Angebote, aber auch viele kleine kostenlose Helferlein.

 

Für welche Bereiche gibt es SEO Tools?

Yoast ist ein sehr bekanntes SEO-Plugin für WordPress.Suchmaschinen-Optimierung setzt sich aus vielen Einzelbereichen zusammen, die nur zusammen zum Erfolg führen können: Der Erfolg der Maßnahmen muss planbar und messbar sein. Man muss die eigene Website immer wieder überprüfen, um auf Änderungen bei Suchmaschinen und im Besucherverhalte reagieren zu können. Bei der Gestaltung von Inhalten muss die Sichtweise der menschlichen Besucher und die Sichtweise der Suchmaschine berücksichtigt werden. Suchmaschinen versuchen zwar grundsätzlich, die menschliche Sicht nachzuvollziehen und vorherzusagen – als Webseiten-Betreiber sollte man aber  wissen, mit welchen Kriterien sie dies tun.

SEO Tools gibt es in verschiedensten Größen und Ausführungen: Es gibt große Lösungen, die versuchen, möglichst viele Bereiche über ein gemeinsames Dashboard verfügbar zu machen. Es gibt Tools, die als Plugin auf spezielle Einsätze zugeschnitten sind (z.B. das bekannte WordPress Plugin Yoast für diverse SEO-Maßnahmen). Es gibt Add-Ons für den Browser, die quasi im Vorübergehen schnelle Analysen ermöglichen.

Im Folgenden stellen wir einige der wichtigsten Anwendungsbereiche für SEO-Tools vor.

Tracking und Webanalyse

Eine der wichtigsten Grundlagen für SEO sind Tracking- und Analyse Tools über die Besucher der eigenen Website. Am verbreitetsten ist hier Google Analytics, das auf geschätzt über 50 % aller Websites eingesetzt wird. Daneben gibt es als Alternative die Open Source Plattform Matomo, die als datenschutzrechtlich unbedenklicher gilt. Matomo hat in Deutschland einen Marktanteil von geschätzt 15 %.

Die Funktionsweise ist die gleiche: Im Quelltext der Seite wird Code hinterlegt, der es ermöglicht bestimmte Daten auszulesen und zu speichern. Dazu gehören u.a. die Anzahl der Besuche, eindeutige und wiederkehrende Besucher, Herkunftsseiten (wie gelangten Besucher auf die Seite), häufige Einstiegs- und Ausstiegsseiten, Suchbegriffe, die zum Besuch geführt haben, und Shop-spezifische Daten (z.B. welche Seiten haben am häufigsten zu Käufen geführt).

Tools für das Website Audit

Am Anfang sollte die Prüfung stehen, ob die eigene Seite grundlegenden SEO-Ansprüchen genügt. Diese Prüfung lässt sich mit einem Analyse-Tool schnell durchführen. Geprüft werden zum einen technische Basics: Ist die Seite schnell genug? Sind die Bilder optimiert? Sind wichtige Meta Tags gefüllt? Gibt es zu viele Fehlerseiten oder sogar Sicherheitsprobleme? In Verbindung mit den intendierten Suchbegriffen lässt sich außerdem eine Vorhersage treffen, ob Suchmaschinen die Texte und Inhalte für relevant halten.

Die grundlegenden Anforderungen sollten erfüllt sein, damit weitere SEO-Maßnahmen auch wirken können und nicht verpuffen. Aber auch in der Folge muss regelmäßig geprüft werden, denn Änderungen an der Website und die Weiterentwicklung von Webstandards und Suchmaschinen können zu neuen Fehlern führen.

Nicht nur zur Prüfung der eigenen Website lassen sich Analyse-Tools einsetzen. Um zu wissen, wo man im Wettbewerb steht, lassen sich natürlich auch Konkurrenzseiten durchleuchten. So erfährt man, an welchen Stellen man ansetzen kann oder nachbessern muss, um besser zu ranken als die Mitbewerber.

Um technische Fehler zu identifizieren und einen Eindruck davon zu erhalten, wie ein Crawler eine Website sieht, kann man z.B. Screaming Frog verwenden, Bis zu einem Volumen von 500 URLs ist das Crawling-Tool sogar kostenlos.

Keyword Recherche & Suchvolumen

Im Zentrum der Suchmaschinen-Optimierung steht das Keyword, der vom Besucher eingegebene Suchbegriff. Um zu optimieren, muss man wissen, welche Keywords der potenzielle Besucher benutzt und welche eher nicht. Der eigene Sprachgebrauch kann durchaus abweichen von dem der möglichen Kunden!

Außerdem ist entscheidend, wie groß das Suchvolumen ist, also wie häufig nach dem jeweiligen Keyword gesucht wird. Bei beliebten Keywords ist die Konkurrenz oft groß, die erste Seite der Suchergebnisse ist schwerer zu erreichen und die Kosten für Anzeigen wie Google Ads sind höher.

Es gibt Tools, die Informationen zum Suchvolumen liefern. Platzhirsch ist mit dem Keyword Planner auch hier Google. Viele andere Anbieter greifen zudem für ihre Services auf Googles Daten zurück.

Neben den Suchvolumina sind viele Tools auch in der Lage, Vorschläge zu machen: Zu einem eingegebenen Suchbegriff oder Thema werden Synonyme, verwandte Begriffe oder Keyword-Kombinationen gefunden. Manchmal ist man überrascht, welches der möglichen Keywords das bei den Usern beliebteste ist.

Hat man die passenden Keywords gefunden, gilt es Texte und andere Inhalte richtig zu gestalten. Hierbei helfen Programme, die dem Texter beim Schreiben Vorgaben für die Keyword-Häufigkeit und -Verteilung machen und überprüfen.

Backlink Checker – wer verlinkt zu Ihrer Website?

Den Backlink Checker von Ahrefs gibt es auch in einer kostenlosen Variante.Die meisten SEO-Tätigkeiten betreffen sogenannte OnPage Maßnahmen, also Verbesserungen an der Website. Die sogenannten OffPage Faktoren sind schwerer zu beeinflussen. Hierzu gehört vor allem das Linkprofil der eigenen Website, also wie viele Verlinkungen von außerhalb zu ihr führen und woher die Links stammen.

Anstatt manuell nach Verlinkungen zu suchen, nutzt man einen Backlink Checker: Diese Werkzeuge ermitteln die Anzahl der Verlinkungen (viele Verlinkungen bedeuten in der Regel hohen PageRank und hohes Renommee) und listen sie übersichtlich auf. Es wird auch die Art der Verlinkung untersucht, nämlich welche Linktexte oder Bilder verlinkt sind. Außerdem ist wichtig, dass die Links nicht von unseriösen Quellen stammen.

Nützliche Tools für Spezialfälle

Es kann passieren, dass eine Website technisch bedingt gleiche Inhalte unter verschiedenen URLs anbietet, z.B. mit oder ohne den Zusatz „www“. Solche doppelten Inhalte nennt man Duplicate Content und sie können sich negativ aufs Ranking auswirken. Es gibt aber etliche Tools, mit denen sich überprüfen lässt, ob auf einer Seite Duplicate Content existiert, wie z.B. Siteliner oder Copyscape. Viele sind zumindest bis zu einer bestimmten Anzahl an überprüften Seiten kostenlos.

Ein interessantes Tool, um die allgemeine Lesbarkeit von Texten prüfen, findet man unter https://textanalyse-tool.de/. Es gibt aber auch ausdrückliche „Keyword Density Checker“, die den effizienten Einsatz von Keywords und die Keyworddichte messen.

Auch für die Bildkomprimierung gibt es diverse Hilfsmittel. Eines ist z.B. der Tiny JPG/PNG Image Optimizer – hier kann man bis zu 20 Bilder hochladen und datenkomprimierte Versionen zurückbekommen.

 

Bekannte Namen in der SEO-Welt

Viele im SEO-Bereich bekannte Unternehmen bieten All-in-One Lösungen für SEO an. Bei diesen SEO-Suiten handelt es sich in der Regel um cloudbasierte SaaS-Lösungen, die eine Vielzahl an Daten über ein gemeinsames Dashboard zur Verfügung stellen. Oft bestehen sie aus einzeln buchbaren Modulen, die Bereiche wie Keywords, Content Erstellung, Website-Prüfung etc. abdecken. Die Preise beginnen in der Regel ab 100 EUR/Monat, je nach Umfang und Auswahl der Module kann man bis ca. 400 EUR ausgeben.

Unter den Anbietern sind etliche deutsche Unternehmen, z.B. Searchmetrics, XOVI, Ryte und Sistrix. International gibt es neben vielen anderen auch die Anbieter SEMrush und Ahrefs (die englische Aussprache ist „äitsch-reffs“).

Welche Suite am besten für Ihre Zwecke geeignet ist, lässt sich pauschal schwer beurteilen. Am ehesten lässt es sich durch Probieren herauszufinden: Viele Firmen bieten abgespeckte Testversionen oder registrierungspflichtige Demos an. So können Sie beurteilen, mit welchem Dashboard Sie sich am wohlsten fühlen, oder welche Aufbereitung für Sie am meisten Sinn macht.

 

Kostenlose SEO Tools

Eine dauerhafte SEO-Investition in dieser Höhe ist eher für große Unternehmen oder Agenturen interessant. Für kleinere Projekte lohnt es, sich aus der großen Auswahl an kostenlosen Tools zu bedienen. Hier bekommt man zwar nicht alles aus einer Hand, findet aber für viele Anwendungsbereiche spezialisierte und brauchbare Werkzeuge.

Manche Programme sind komplett kostenlos, manche erwarten eine Registrierung. Viele professionelle Anbieter stellen abgespeckte Demo-Versionen zur Verfügung. Meist gibt es ein kleineres Kontingent – nach 1000 geprüften Seiten ist Schluss o.ä. Ein besonderer Fall sind die diversen Browser Add-Ons, die direkt beim Surfen eine Beurteilung unter SEO-Gesichtspunkten ermöglichen – lesen Sie hierzu unseren Blog-Artikel Browser Add-Ons auf dieser Website.

Auch hier ist Google der größte Anbieter: Google stellt sehr viele Tools kostenlos zur Verfügung, darunter auch branchenführende „große“ Lösungen wie Google Analytics. Bei der Schaltung von Google Ads unterstützen nützliche und mächtige Werkzeuge wie der Google Keyword Planner die Planung der Anzeigen. Allerdings gibt es hier die Einschränkung, dass die gelieferten Daten umso genauer sind, je mehr Geld man in Google Anzeigen investiert: Ein kleines Werbebudget bewirkt also eine schlechtere Datengrundlage. Mehr zu den Google Tools lesen Sie im nächsten Kapitel.

Ansonsten kann man im Internet viele große und kleine Anbieter von nützlichen Helfern finden. Wenn Sie selbst eine Website betreiben, stöbern Sie ruhig auch bei Ihrem Provider, welche Dienste und Services er im Bereich SEO anbietet.

 

Google SEO Tools

Neben den Programmen Google Analytics und Google Ads mit dem beliebten Keyword Planner bietet der Suchmaschinen-Gigant noch seine kostenlose Search Console an (ehemals Google Webmaster Tools). Diese drei lassen sich miteinander verbinden, um eine zentrale Darstellung noch weitreichender Daten zu ermöglichen. Bei Einrichtung und Nutzung der Google Search Console steht Ihnen takevalue gerne beratend zur Seite.

Neben diesen „großen“ Lösungen gibt es von Google aber auch Hilfsmittel mit kleinerer Dimension: Um zu prüfen, ob die eigene Website auch auf dem Smartphone funktioniert, gibt es den Mobile Friendly Test. Das Tool zeigt anhand einer Punkteskala, wie gut die Seite abschneidet, und gibt Hinweise für notwendige Verbesserungen.

Mit Googles Online-Dienst PageSpeed Insights kann man die Performance der Website testen. Hier setzt Google seine neuen Kriterien der Core Web Vitals ein und gibt Empfehlungen zur Verbesserung der Seite, zusammen mit einer Schätzung, wieviel Ladezeit man mit der Umsetzung gutmachen kann.

 

Bei der vorhandenen Vielfalt an möglichen SEO-Tools ist es oft nicht einfach zu entscheiden, welche Dienste am besten passen und wie viel Geld man investieren sollte. Fragen Sie uns – wir beraten Sie gerne beim Aufbau eines sinnvollen Dashboards oder bei der Nutzung einzelner SEO Services.